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| Zita wird die olympische Fackel übergeben - Foto: Samsung |
Jede Sportlerin und jeder Sportler mit Ambitionen träumt davon, an Olympischen Spielen teilnehmen zu können. Davon träumte Zita schon im Alter von acht Jahren, als sie zum ersten Mal rund um das SOS-Kinderdorf in Battonya rannte. Dieses Jahr wurde ihr Traum war: Am 13. Juli trug sie die olympische Flamme über eine Strecke von 320 Metern – den 320 Metern ihres Lebens. Sie beschreibt ihre Erfahrung wie folgt:
"Als mir gesagt wurde, dass ich starten könne, rollten Tränen meine Wangen herunter. Es waren die wundervollsten 320 Meter meines Lebens. Es war so berührend! Die Leute kannten mich überhaupt nicht, starrten mich aber an, als wäre ich ein Engel. Plötzlich war ich inmitten einer riesigen Menschenmenge, aber ich hatte keine Angst, ich schaute einfach die Flamme an und rannte, so langsam ich konnte. Ich wollte nicht, dass der Lauf enden würde."
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| Zita mit schwerem Medaillenbehang - Foto: Katerina Ilievska |
Zitas Teilnahme wurde durch Samsung Electronics gesponsert, deren ungarische Vertretung seit 2012 SOS-Kinderdorf in Ungarn unterstützt. Ausschlaggebend für ihre Nominierung, so Samsung Ungarn, waren ihre sportlichen Leistungen und ihr Einsatzwille, aber auch ihr Engagement in der Gemeinde und ihre Arbeit mit benachteiligten Kindern.
Zitas SOS-Mutter Panni lässt ihren Gefühlen freien Lauf: "Ich bin so stolz und glücklich, dass sie diese Chance bekommen hat." Und Zitas SOS-Betreuer und Trainingspartner meinte im Vorfeld: "Ich bin total aufgeregt. Als Sportler weiß ich, was es bedeutet, so einen großartigen Moment erleben zu können."
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| SOS-Mutter Panni steht mit aller Kraft hinter Zita - Foto: SOS-Kinderdorf Ungarn |
Die junge Sportlerin hatte hart für diesen Tag trainiert. Sie war eine von 8.000 Auserwählten, die das olympische Feuer quer durch Großbritannien zu seinem Bestimmungsort in London getragen haben, wo heute die Olympischen Spiele 2012 beginnen. Vielleicht wird Zita bei zukünftigen Spielen als aktive Athletin teilnehmen. Und wenn nicht, ist sie fest entschlossen, eine Karriere als Trainerin einzuschlagen und anderen jungen Sportlern dabei zu helfen, diesen großen Traum zu verwirklichen.
Zita kam gemeinsam mit ihren drei Schwestern 2001 in ihre SOS-Familie in Battonya. "Im SOS-Kinderdorf hab ich mich für Sport zu interessieren begonnen, vor allem für Leichtathletik. Da war ich acht Jahre alt", erzählt sie. Nach der Grundschule ging sie nach Szeged auf ein Sportgymnasium und wurde Mitglied im lokalen Sportverein. An ihrer stolzen Medaillensammlung lässt sich ihr ehrgeiziges Training ablesen. "Ich habe bei Wettkämpfen auf Gemeindeebene gewonnen, bei Bezirksmeisterschaften, in Sommercamps. Meine größten Erfolge waren die Siege bei den Meisterschaften von Szeged im Weitsprung und in der Staffel. Anschließend habe ich Bronze bei den nationalen Meisterschaften gewonnen."
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| Herzliche Gratulationen auch von Vajda Attila, ungarischer Olympiasieger im Kanu und nationales Idol - Foto: SOS-Kinderdorf Ungarn |
Ein Jahr noch Gymnasium, dann wird Zita ein Sportstudium an der Universität von Szeged beginnen: "Ich möchte Sportpädagogin werden". Auf diesem Gebiet hat sie schon einige Erfahrung: "Ich war viele Male im Sommercamp in Caldonazzo [Kinder aus vielen europäischen SOS-Kinderdörfern verbringen jedes in diesem italienischen SOS-Camp ihre Ferien; Anm.]. Viele schöne Erinnerungen und Medaillen. Letztes Jahr begleitete ich als Freiwillige ungarische Kinder nach Caldo."
Dieses Jahr wird Zita als Betreuerin auf ein Abenteuercamp mitfahren: "Wir werden zu viert für zwanzig Kinder aus dem SOS-Kinderdorf Battonya verantwortlich sein. Da muss man ziemlich viel Geduld und Ausdauer haben, aber es ist genau das, was ich machen will."
Auch ein Jugendlicher aus dem SOS-Kinderdorf Novi Sad in Serbien und ein Mädchen aus Lettland durften das olympische Feuer zwei kurze Etappen lang tragen.