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| Geschätzte 100.000 KInder haben ihr Zuhause verloren - Foto: Reuters/Kyodo |
Rund 100.000 Kinder obdachlos Obwohl es derzeit unmöglich ist, einen Überblick darüber zu gewinnen, wie viele Kinder durch die Katastrophe ihre Familie verloren haben, befürchten Experten, dass die Zahl hoch sein könnte. Insbesondere deshalb, weil die meisten Kinder während des Erdbebens und dem darauffolgenden Tsunami in der Schule bzw. im Kindergarten waren. Erste Schätzungen sprachen von einer halben Million Menschen, die ihr Zuhause verloren haben - darunter 100.000 Kinder.
Elternlose und traumatisierte Kinder Unmittelbar benötigt werden derzeit Wasser, Essen, Decken und medizinische Hilfe. Besonders wichtig ist aber auch, professionelle psychologische Hilfe für die traumatisierten Kinder zu organisieren, wie Junko Otani, die Geschäftsführerin von Kinderdorf Fukuoka, betont. Kinder, die ein derartiges Trauma erlitten haben, müssen möglichst rasch darin unterstützt werden, das Erlebte auszudrücken und zu verarbeiten, um langfristige Folgen zu vermeiden.
Das Kinderdorf Fukuoka ist das bislang einzige in Japan und wurde 2010 eröffnet. Es befindet sich rund 1.000 km südlich von Tokio.
Hilfsangebot von SOS-Kinderdörfern in Nachbarstaaten SOS-Kinderdörfer in den umgebenden Staaten wollen den Opfern der Katastrophe in Japan ebenfalls helfen: SOS-Einrichtungen in Südkorea, China, den Philippinen, Vietnam und Thailand sind in der Lage, einige 100 Familien aus Japan für etwa drei Monate unterzubringen. Das Hilfsangebot richtet sich vor allem an allein stehende Mütter sowie an kinderreiche Familien. Außerdem könnten bei Bedarf Kinder aus verstrahlten Gebieten zur Erholung in SOS-Einrichtungen aufgenommen werden.