Starker Zusammenhalt in Sri Lanka 

04/09/2009 -  Die Arbeit im Rahmen des temporären SOS-Kinderdorf- Betreuungsprojekts, das am 19. August gestartet wurde, geht weiter. Regierungsbehörden und NGOs haben sich zusammengetan, um SOS-Kinderdorf dabei zu unterstützen, unbegleitete Kindern mit dem Notwendigsten zu versorgen.

Fast 300.000 Menschen sind im Zuge der mittlerweile beendeten bewaffneten Konflikte in Sri Lanka aus ihren Häusern vertrieben worden. In den staatlichen Flüchtlingslagern bemüht man sich intensiv darum, sie mit dem Notwendigsten wie Nahrung, Wasser und Medikamenten zu versorgen. In Chettikulam hat SOS-Kinderdorf Sri Lanka ein temporäres Betreuungsprojekt für unbegleitete Kinder ins Leben gerufen. Betreut werden Kinder, deren Eltern im Zuge der gewalttätigen Auseinandersetzungen ihr Leben verloren haben, aber auch Kinder, die im allgemeinen Chaos im nördlichen Teil Sri Lankas von ihren Familien getrennt wurden. 

Regierungsbehörden, NGOs und die Menschen im Land sind beeindruckt, in welchem Ausmaß SOS-Kinderdorf diesen Kindern hilft, und unterstützen uns nach Kräften. SOS-Kinderdorf führt dies auf den ausgeprägten Gemeinschaftssinn zurück, dass die betreuten Kinder nicht nur mit lebenswichtigen Gütern wie Medikamenten, Wasser, Hygieneartikeln für die Mädchen, Milchpulver und Trinkwasser versorgt werden, sondern auch Bücher und Süßwaren bekommen, ja sogar Materialien, die es unserem Personal ermöglicht haben, einen Kunstwettbewerb unter den Kindern zu veranstalten.

Das Hauptaugenmerk liegt aber nach wie vor auf der Zusammenarbeit zwischen den Behörden und den NGOs, um die Kinder so bald wie möglich wieder mit ihren Familien zusammenzubringen. Kinder, bei denen es innerhalb eines gewissen Zeitrahmens nicht gelingen sollte, die Familiensituation zu klären, werden vorübergehend im SOS-Kinderdorf Nuwara Eliya aufgenommen.

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