Seit einem Jahr steht das SOS-Kinderdorf leer, die Kinder und ihre SOS-Mütter leben provisorisch in anderen, relativ sicheren Stadtteilen. Wiederholte gewaltsame Übergriffe und Granateneinschläge, bei denen auch eine Familienhelferin getötet wurde, haben SOS-Kinderdorf zu dieser Entscheidung gezwungen. Im Dorf halten sich aber Sicherheitspersonal auf und Mitarbeiter, die für die Instandhaltung der Gebäude sorgen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, allerdings wurden ein Familienhaus und Teile der Außenmauer erheblich beschädigt.
Der Vorfall ereignete sich im Zusammenhang mit Angriffen von aufständischen Rebellen auf somalische und äthiopische Truppen. Da die Angriffe aus der Nachbarschaft des SOS-Kinderdorfs kamen, zielten die Vergeltungsschläge in diese Richtung und trafen teilweise auch das Dorf.
Patienten und Personal haben aus Angst das SOS-Krankenhaus vorübergehend verlassen, die Klinik selbst wurde nicht beschädigt. Dr. Abdullahi, der medizinische Leiter des Krankenhauses, berichtet, dass sich die Lage inzwischen wieder beruhigt hat und Personal sowie Patienten ins Krankenhaus zurückgekehrt sind.