12/11/2007 - Am 10. November kam es in der Nähe der SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in der somalischen Hauptstadt zu schweren Gefechten. Dabei schlugen vier Granaten am SOS-Gelände ein. Ein Sicherheitsmann wurde schwer verletzt, ein Kind, eine SOS-Mutter und ein weiterer Sicherheitsmann erlitten leichte Verletzungen.
Die Geschosse schlugen ein, als am vergangenen Samstag gegen 15 Uhr in unmittelbarer Nähe des SOS-Kinderdorf-Geländes Kämpfe ausbrachen. Der schwer verletzte Wachmann wurde in das Rot-Kreuz-Krankenhaus in Mogadischu gebracht. Die leicht Verletzten konnten in der SOS-Mutter-Kind-Klinik versorgt werden, die sich gegenüber dem SOS-Kinderdorf befindet. Laut jüngsten Berichten von SOS-Kinderdorf-Mitarbeitern hat sich die Lage rund um das SOS-Kinderdorf wieder beruhigt.
In Mogadischu sind Ende Oktober die schwersten Gefechte seit dem vergangenen April aufgeflammt. Erneut sind zehntausende Einwohner aus der somalischen Hauptstadt geflohen. Seit Anfang des Jahres haben schätzungsweise 400.000 Menschen Mogadischu verlassen. Die Versorgungslage der Bewohner Mogadischus und der Flüchtlinge in der Shabelle-Region wird immer kritischer.
Angesichts der jüngsten Eskalation warnt SOS-Kinderdorf gemeinsam mit über 40 Hilfsorganisationen vor einer humanitären Katastrophe.