Teilnahme von SOS-Kinderdorf
Ergebnisse
Wenn man das UN-Hauptgebäude betritt, sticht einem sofort die eindrucksvolle, farbenfrohe Ausstellung hunderter Zeichnungen von Kindern aus aller Welt ins Auge. Darin drücken die Kinder ihre Sichtweise zum Thema Kinderrechte aus. Auch Kinder aus einer Reihe von SOS-Kinderdörfern, SOS-Kindergärten und SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen haben Bilder beigesteuert.
Die Sonderkonferenz über Kinder ist wahrscheinlich eine der lebhaftesten UN-Konferenzen aller Zeiten: Erstmalig nehmen Kinder an den offiziellen Treffen auf höchster Ebene teil. Rund 300 Delegierte unter 18 Jahre nahmen an einem "Kinderforum" teil, das der Sonderkonferenz vorausging. SOS-Kinderdorf International unterstützte diese Initiative.
Die Kinder wählten ihre eigenen Vertreter, die in der offiziellen Konferenz vor den Staatsoberhäuptern sprechen. Eine Reihe von Begleitveranstaltungen geben den jungen Rednern die Gelegenheit, ihre Sichtweise zu Themen, die Kinder betreffen, zu äußern, wie zB Kinderarbeit, Kinder in bewaffneten Konflikten, HIV/AIDS, Gewalt gegen Kinder, sexuelle Ausbeutung, Gesundheit und Ausbildung.
Teilnahme von SOS-Kinderdorf
Ali Mahdi, Direktor von SOS-Kinderdorf Sudan und Vorsitzender des "Sudanese Movement on Children", sprach am Mittwoch vor den Regierungsdelegationen und berichtete über den Friedensprozess im Sudan und über die schwierige Situation der Kinder in bewaffneten Konflikten. Am Donnerstag wohnte er der Unterzeichnung des Protokolls zur "Konvention der Rechte des Kindes" durch die sudanesische Regierung bei. Damit verpflichtete sich diese, die Rekrutierung von Kindern unter 18 Jahren für bewaffnete Streitkräfte zu verbieten.
Dudu Dlamini, Leiterin eines neu eröffneten SOS-Kinderdorfes in Swaziland, ist als Teil der Regierungsdelegation ihres Landes bei der Sonderkonferenz. Dasselbe gilt auch für SOS-Kinderdorf-Mitarbeiter aus Jordanien, Marokko, dem Libanon und Guinea. Frau Dlamini sagte, dass die Vielzahl der nationalen Berichte, die bei dem offiziellen Treffen vorgebracht wurden, auch neue Herausforderungen für die eigene Arbeit mit sich bringt. Eine Reihe von Regierungen unterstrichen den wichtigen Beitrag, den Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in ihren Ländern zum Wohle der Kinder leisten.
In den Begleitveranstaltungen nehmen NGO-Delegierte von SOS-Kinderdorf an jenen Sitzungen teil, die sich mit Themen befassen, die die Kinder betreffen, mit denen sie arbeiten. Zu diesen Themen gehören: Kinder mit Eltern, Flüchtlings- und Straßenkinder, Kinder in bewaffneten Konflikten, Erziehung in der frühen Kindheit, von Gewalt betroffene Kinder, Diskussionen betreffend Gesundheit, Ausbildung und Schutz von Kindern. Die Delegation ist auch aktiv am Aufbau der Zusammenarbeit mit anderen NGOs, Regierungen und UN-Organisationen auf regionaler und nationaler Ebene beteiligt.
Ergebnisse
Die Sonderkonferenz wird von der Tatsache überschattet, dass das Schlussdokument "A world fit for children", das ursprünglich bis zum Beginn der Konferenz fertiggestellt hätte sein sollen, immer noch nicht vollständig ist. Das Dokument enthält 21 große Ziele und gibt Richtlinien für die zukünftige Politik betreffend Kinder vor. Bis jetzt haben sich die Regierungen über einige Absätze, betreffend die Konvention der Rechte des Kindes, das Recht auf Verhütung von Schwangerschaften bei Minderjährigen, das Recht auf humanitäre Hilfe bei bewaffneten Konflikten sowie einen klar definierten Kontrollprozess, noch nicht geeinigt.
Sobald die Regierungen eine Einigung über das Abschlussdokument erzielt haben, wird ein entscheidender Schritt für die Umsetzung der gemachten Versprechen von der Erarbeitung nationaler Aktionspläne in den einzelnen Ländern abhängen. Die Überprüfung der eingegangenen Verpflichtungen ist ein wichtiges Thema bei der Konferenz. Die SOS-Kinderdorf-Delegierten sind sich einig, dass die Organisation in diesem Prozess eine Rolle spielen muss. Lavert Zingunde, Leiter des SOS-Kinderdorfes Bindura in Simbabwe und Vorsitzender des "National Council for the Welfare of Children": "Ich denke, wir sollten gemeinsam stark dafür eintreten, kinderfreundliche Programme, die Kinderrechte respektieren, sicherzustellen. Diese Pläne sollten nicht in Büros von Beamten erstellt werden, sondern alle Verantwortlichen sollten miteinbezogen werden."