
Die Stadt Beleweyn im Süden von Somalia, ca. 250 km von Mogadischu entfernt - Foto: SOS-Archiv
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Fast die gesamte Region Ostafrika wird zurzeit von schweren Regenfällen heimgesucht. Die am meisten betroffenen Gebiete sind Somalia, der Südosten Äthiopiens und Nordkenia. In der Umgebung der äthiopischen Stadt Gode, wo sich auch ein SOS-Kinderdorf befindet, ist der Shabelle-Fluss über die Ufer getreten. Es wird von zahlreichen Todesopfern berichtet, viele Menschen sollen ihre Häuser verloren haben. Das SOS-Kinderdorf, zu dem eine Mutter-Kind-Klinik, ein Kindergarten und eine Schule gehören, blieb dank seiner Lage auf einem höher gelegenen Grundstück unversehrt.
In Somalia mussten tausende Menschen ihre Häuser verlassen. Nord-, Süd- und Zentralsomalia sind von Überflutungen betroffen. Ahmed Ibrahim, Leiter von SOS-Kinderdorf in Somalia, berichtet von mindestens fünf Toten, darunter drei Kinder, die in Mogadischu in den Fluten ertrunken sind. Laut Ahmed Ibrahim sind die Wasserstände von Shabelle und dem Juba-Fluss wegen der Regenfälle stark gestiegen, landwirtschaftliche Flächen im Süden des Landes seien zerstört. Vor allem unter den 250.000 Binnenflüchtlingen, die wegen der anhaltenden Konflikte und Dürre in Südsomalia ihre Heimatorte verlassen mussten, sind nun viele von den Überschwemmungen betroffen.
Am SOS-Kinderdorf-Gelände in Mogadischu, so Ahmed Ibrahim, wurden 80 Meter der Umgrenzungsmauer von den Wassermassen zerstört, glücklicherweise wurde niemand verletzt.
Laut Pressemeldungen aus Kenia leiden vor allem die Küstenregion und Provinzen im Nordosten des Landes unter den Auswirkungen der sintflutartigen Regenfälle, die Nothilfe läuft an. Geschätzte 70.000 Menschen in den Küstengebieten sollen betroffen sein. Ironischerweise findet zurzeit eine große Konferenz zum Klimawandel im UNEP-Hauptquartier in Nairobi statt, auf der Umweltminister und rund 6.000 Delegierte die möglichen Folgen der globalen Erwärmung diskutieren.
Hilary Atkins, Regionalbüro SOS-Kinderdorf Ostafrika