Ein Jahr nach dem Tod von SOS-Kinderdorf-Gründer Hermann Gmeiner (1919-1986) wurde der "Internationale SOS-Kinderdorf-Tag" ins Leben gerufen. Seither finden alljährlich in zahllosen Einrichtungen auf der ganzen Welt Kinderfeste, Sportwettbewerbe und Kulturveranstaltungen statt. Einerseits wird damit der humanitären Leistungen von Hermann Gmeiner gedacht und seine zeitlose Vision einer kindgerechten Welt lebendig gehalten. Andererseits ist es ein Tag, der von Kindern für Kinder phantasievoll gestaltet wird und an dem die Solidarität mit benachteiligten, ausgegrenzten, bedürftigen Kindern gestärkt werden soll.
Heute feiert auch ein wichtiger europäischer SOS-Förderverein mit einem Benefizkonzert von Sir James Galway seinen runden Geburtstag: die Schweizer Freunde der SOS-Kinderdörfer bestehen seit 40 Jahren. Seit der Gründung im Jahr 1964 in Bern konnten mithilfe der Schweizer Spender, Förderer, Stiftungen und Firmenkooperationen 19 SOS-Kinderdörfer gebaut sowie diverse Schulen, Jugendeinrichtungen, medizinischen Zentren etc. und 102 Familienhäuser in unterschiedlichen SOS-Kinderdörfern auf der ganzen Welt finanziert werden. SOS-Kinderdorf-Präsident Helmut Kutin wird im Vorfeld des Konzerts einen Scheck über CHF 200.000 vom Partner SWISS (Münz-Sammelaktion unter Passagieren) in Empfang nehmen.
Auf ihre 40-jährige Geschichte können dieses Jahr auch die SOS-Fördervereine in Norwegen und Dänemark zurückblicken, die durch ihre Mittelbeschaffungsaktionen und ihre Öffentlichkeitsarbeit sehr viel zum Auf- und Ausbau des internationalen Engagements von SOS-Kinderdorf beigetragen haben.
Der SOS-Kinderdorf-Verein in Indien feiert ebenfalls 2004 sein 40-jähriges Gründungsjubiläum. Mit heute über 120 Einrichtungen weist der indische Subkontinent die weltweit meisten SOS-Kinderdorf-Projekte auf. In den vergangenen vier Jahrzehnten konnten über 10.000 Kinder betreut werden, tausenden von Natur- und Umweltkatastrophen und Konflikten betroffenen Familien und ihren Kindern wurde geholfen, viele Kinder und Jugendliche konnten unterrichtet und ausgebildet werden, ausgedehnte Nachbarschaftshilfsprogramme laufen.