SOS-Klinik und Schule in Mogadischu wieder in Betrieb 

17/03/2008 - Nach dreimonatiger Schließung konnten die SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in der somalischen Hauptstadt teilweise wieder ihren Betrieb aufnehmen.
Wegen der schlechten Sicherheitslage mussten im Dezember sämtliche Einrichtungen von SOS-Kinderdorf in Mogadischu geschlossen werden. Ahmed Ibrahim, der Leiter von SOS-Kinderdorf in Somalia, hat die aktuelle Situation mit dem Klinikpersonal diskutiert, alle Angestellten wollten einstimmig die Wiedereröffnung der Klinik. Laut ihrer Einschätzung hat sich die Lage mittlerweile soweit gebessert, dass eine Inbetriebnahme verantwortbar ist.

Am 13. März wurde das Klinikgebäude gereinigt, am Tag darauf hat die SOS-Klinik wieder ihre Türen geöffnet. Gleich am ersten Tag wurden 95 Patienten ambulant behandelt, sechs Kinder kamen auf der Geburtenstation zur Welt.

Zeitgleich hat auch die SOS-Hermann-Gmeiner-Grund- und Sekundarschule wieder den Unterricht aufgenommen, allerdings in provisorischen Räumlichkeiten außerhalb des Dorfgeländes, da die Kinder des SOS-Kinderdorfes aus Sicherheitsgründen nach wie vor in anderen Stadtteilen untergebracht sind. Gleich zu Schulbeginn kamen 150 Schüler zum Unterricht, obwohl die Eröffnung sehr kurzfristig bekannt gegeben wurde. Ahmed Ibrahim erwartet, dass die Schüleranzahl weiter steigen wird, wenn sich herumgesprochen hat, dass der Unterricht wieder stattfindet.

Was das SOS-Kinderdorf selbst betrifft, zeigt sich Ahmed Ibrahim skeptisch über eine baldige Rückkehr der Kinder und Mütter. "Wir warten nun das Ende dieses Schuljahres im Juli ab, dann schauen wir, ob die Kinder wieder in das SOS-Kinderdorf zurückgehen können und auch die Schule in den eigentlichen Gebäuden wieder regulär ihren Betrieb aufnehmen kann", so Ahmed. Bis dahin wird genau beobachtet, wie sich die Sicherheitslage entwickelt und ob die SOS-Klinik von Angriffen verschont bleibt.

"Die Situation ist nach wie vor angespannt, es kommt täglich zu bewaffneten Auseinandersetzungen und die Menschen sind eingeschüchtert durch Straßenbomben", berichtet Ahmed Ibrahim. "Aber trotz allem sind wir optimistisch, dass die Verantwortlichen sich ganz ernsthaft um Sicherheit bemühen."
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