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| Das SOS-Kinderdorf Chengdu liegt 130 km vom Epizentrum entfernt - Grafik: SOS-Kinderdorf |
Die Behörden beziffern die Zahl der Todesopfer mittlerweile auf 12.000, es werden aber noch tausende unter den Trümmern vermutet. Zahlreiche Kleinstädte wurden zerstört, eine halbe Million Häuser sollen in Trümmern liegen. In vielen Gebieten hat die Menschen noch keine Hilfe erreicht, zahlreiche Straßenverbindungen wurden ebenfalls zerstört. Starke Nachbeben erschweren zudem die Rettungsarbeiten von Behörden und Armee.
Notunterkünfte im SOS-Kinderdorf Vor allem die Kinder in der Erdbebenregion brauchen dringend Hilfe! SOS-Kinderdorf China hat den Behörden Unterstützung angeboten. Das SOS-Kinderdorf in Chengdu, das vom Erdbeben verschont geblieben ist, bereitet sich darauf vor, bei Bedarf Nothilfe zu leisten. Es können temporär Kinder, die bei der Katastrophe von ihren Familien getrennt wurden, aufgenommen werden. Als Quartiere stehen der SOS-Kindergarten mit sechs Klassenzimmern sowie das SOS-Ausbildungszentrum zur Verfügung. Außerdem wollen die Kinder und Mütter in den 15 Familienhäusern zusammenrücken, um Platz für Mädchen und Jungen aus der Katastrophenregion zu schaffen.
Suche nach Angehörigen Das SOS-Kinderdorf soll unbegleiteten Kindern Schutz und Betreuung bieten, bis die Behörden ihre Familien ausfindig gemacht haben. Kinder, die durch das Erdbeben ihre Eltern verloren haben, können im SOS-Kinderdorf auch langfristig aufgenommen werden. Es besteht laut Cai Jie, dem Direktor von SOS-Kinderdorf in China, auch die Möglichkeit, ganze Familien im SOS-Ausbildungszentrum unterzubringen.