SOS-Kinderdörfer in Kenia von Unruhen verschont 

03/01/2008 - Nur im SOS-Kinderdorf in Eldoret wurden wegen der schweren Gewaltausbrüche nach den Wahlen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.
Trotz der Gewaltausbrüche, die die Wahlen in Kenia begleiten, sind die vier kenianischen SOS-Kinderdörfer weitgehend sicher. In den SOS-Kinderdörfern in Nairobi und Mombasa ist es ruhig, obwohl es immer wieder zu einzelnen Gewaltakten rund um die Dörfer kommt. Allerdings ist das öffentliche Leben praktisch lahm gelegt. Supermärkte und fast alle Ämter haben geschlossen bzw. nur wenige Stunden geöffnet, die öffentlichen Verkehrsmittel haben ihren Betrieb vorerst eingestellt.

Foto: Alexander Gabriel
Im SOS-Kinderdorf in Eldoret - Foto: A. Gabriel
Die Gegend um das SOS-Kinderdorf Meru gilt dagegen als sicher. Nur im SOS-Kinderdorf in Eldoret müssen besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Es befindet sich in der Nähe jener Kirche, in der ein verheerender Brandanschlag verübt wurde, bei dem zahlreiche Frauen und Kinder ums Leben gekommen sind. Die Kinder, Jugendlichen und Mitarbeiter werden das Dorf nicht verlassen, solange die Kämpfe andauern. Keith Castelino, Leiter von SOS-Kinderdorf in Kenia, hielt sich während der Wahlen in Eldoret auf: "Wir stehen in ständigem Kontakt mit allen Dorfleitern und kümmern uns intensiv um die Sicherheit der Kinder und Mütter in den SOS-Kinderdörfern."

Kenia ist eines der ersten afrikanischen Länder, in denen SOS-Kinderdorf seine Arbeit aufnahm. Seit 1971 wurden vier SOS-Kinderdörfer gebaut, in denen derzeit mehr als 800 Kinder leben. Zahlreiche soziale Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten sowie Familienförderprogramme unterstützen darüber hinaus fast 6.000 Menschen.
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