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| Tausende Kinder sind von den Überflutungen weiter Landstriche in Bihar betroffen - Foto: REUTERS/Rupak De Chowdhuri, courtesy www.alertnet.org |
Der an Nepal angrenzende indische Bundesstaat Bihar steht über weite Strecken unter Wasser. Die Dammbrüche am Kosi-Fluss infolge schwerer Monsunregen, die in Teilen Ostnepals zu schweren Überschwemmungen geführt haben, betreffen nun unmittelbar über zwei Millionen Einwohner einer der ärmsten Regionen Indiens. Evakuierungen in großem Maßstab werden durchgeführt, bereits mehr als 250.000 Häuser wurden zerstört.
Ein Hilfsteam von SOS-Kinderdorf ist vor Ort, um die Bedarfslage zu erheben und erste Hilfsmaßnahmen, vor allem für Kinder, durchzuführen. Das neue SOS-Kinderdorf in Begusarai dient dabei als Basisstation. In einem ersten Schritt wurden an betroffene Familien Notpakete mit Trocken- und Babynahrung, Milchpulver und Kleidung verteilt. SOS-Kinderdorf stellt sämtliche Einrichtungen in Begusarai für Flutopfer zur Verfügung, verschiedene Hilfsangebote wurden den Behörden unterbreitet.
Mittlerweile wurde auch in Purnia eine Notzentrum errichtet, von dem aus rund 1.600 Familien mit ca. 3.000 Kindern mit Hilfsgütern versorgt werden (Babynahrung, Trinkwasser, Medikamente, Einrichtung von Sanitäranlagen).
So könnten Kinder, die von ihren Eltern getrennt wurden, bis zur Auffindung ihrer Familien im SOS-Kinderdorf untergebracht und betreut werden. Sollten Kinder zu Waisen geworden sein, könnten sie auch langfristig in Begusarai aufgenommen werden.
Sämtliche Nothilfemaßnahmen werden eng mit den Behörden abgestimmt und koordiniert. SOS-Kinderdorf wäre auch in der Lage, im Rahmen seiner Familienstärkungsprogramme Familien über einen Zeitraum von sechs bis neun Monaten zu unterstützen (mit Nahrungsmitteln, medizinischer Hilfe, Kinderbetreuung etc.).