
Ein Kind aus dem SOS-Kinderdorf in Maputo - Foto: SOS-Archiv
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Im größten Munitionslager des Landes im Außenbezirk Malhazine in der Hauptstadt Maputo gab es in der Vergangenheit immer wieder ernste Zwischenfälle. Gestern kurz vor 17 Uhr lokaler Zeit kam es zu einer Reihe schwerer Explosionen, denen nach jüngsten Meldungen mehr als 90 Menschen im Umkreis des Depots zum Opfer fielen, über 400 wurden verletzt. Der angrenzende Flughafen musste gesperrt werden.
Das SOS-Kinderdorf in Maputo liegt nur zwei Kilometer vom Lager entfernt. Sämtliche Kinder, Mütter und Mitarbeiter mussten in Kleinbussen evakuiert und in das Büro von SOS-Kinderdorf Mosambik im Zentrum der Stadt gebracht werden. Die deutsche Botschaft in Maputo bemühte sich in den Abendstunden erfolglos um eine Unterkunft für die Kinder und Mitarbeiter, so wurde beschlossen, für eine Nacht wieder in das SOS-Kinderdorf zurückzukehren.
Die Bevölkerung steht unter Schock, teilweise herrscht panikartige Stimmung, berichtet Tiago Nhangumele, stellvertretender Leiter von SOS-Kinderdorf Mosambik. Er berichtet ebenfalls, dass Aires Aly, Bildungsminister von Mosambik, heute das SOS-Kinderdorf besucht hat. Das Büro der First Lady hat dem SOS-Kinderdorf Zucker, Reis und Öl gespendet und bei Bedarf psychologische Unterstützung für Kinder angeboten.
Zahlreiche Gebäude im SOS-Kinderdorf wurden schwer beschädigt, das gesamte Ausmaß der Zerstörung ist zurzeit noch nicht abzuschätzen. Jamie Alves, der Leiter von SOS-Kinderdorf in Mosambik, berichtet von schweren Metallteilen, die auf dem Gelände des Dorfes liegen und Schäden an den Häusern verursacht haben.