
Foto: L. El-Elaimy
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Nach der Verschlechterung der Lage im Südsudan und in Darfur Ende 2006 können die Menschen nun etwas aufatmen, nachdem die Kämpfe abgeflaut sind. Die Nothilfe von SOS-Kinderdorf im Abu Shok-Flüchtlingscamp bei Al-Fashir in Darfur konnte wieder aufgenommen werden. Fast alle Psycholog(inn)en und Sozialarbeiter(innen) der drei psychosozialen Zentren im Camp können sich wieder um die Patienten kümmern und Bedürftigen helfen.
Die Lage rund um das SOS-Kinderdorf Malakal im Süden des Landes hat sich entspannt, Cholera ist aber nach wie vor für die Bewohner im Umland, vor allem für Kinder, eine ernste Bedrohung. Die Kinder im SOS-Kinderdorf erhalten entsprechende Medikamente, SOS-Kinderdorf beliefert auch das lokale Kinderkrankenhaus mit Medikamenten.
Die meisten internationalen Organisationen und NGOs haben ihre Arbeit in Darfur und Malakal wieder aufgenommen, insbesondere das Welternährungsprogramm und andere UN-Organisationen. Zahlreiche NGOs sind aber bisher nicht in die Konfliktregionen zurückgekehrt. Darfur und Malakal werden angeflogen, allerdings sind die Flüge nach Darfur unregelmäßig, für Malakal gibt es ebenfalls keinen regulären Flugplan. Telefonverbindungen sind unverlässlich, SOS-Kinderdorf kann von seinem Hauptbüro in Khartum aus die Einrichtungen vor Ort nur via Satellitentelefon erreichen.
Ali Mahdi, Direktor von SOS-Kinderdorf Sudan, berichtet, dass die Menschen in Darfur und Malakal trotz der relativen Ruhe angespannt und besorgt sind. Die Mitarbeiter befürchten, dass die Konflikte wieder ausbrechen werden. Zudem gibt es in den SOS-Familienzentren in Abu Shok und im SOS-Kinderdorf in Malakal nicht genügend Trinkwasser und Medikamente. Es wird versucht, kleinere Hilfskontingente von Khartum zu schicken.
Während eines Aufenthalts in Darfur am 10. Januar besuchte Ali Mahdi die Stadt Nyala. Die Hauptstadt von Süddarfur ist mit einem ähnlichen Flüchtlingsproblem wie Al-Fashir konfrontiert. SOS-Kinderdorf Sudan erhebt zurzeit die Möglichkeiten, ein ähnliches Hilfsprogramm wie in Abu Shok zu starten, mit dem vor allem kriegstraumatisierte Kinder und Frauen unterstützt werden sollen.