
Im SOS-Kinderdorf in N'Djamena - Foto: B. Neelemann
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"Im Dorf hörten wir Gefechtslärm, die Kämpfe waren nur ungefähr 600 Meter entfernt. Bis elf Uhr drang der Rauch bis zu uns vor, ab Mittag wurde es dann wieder relativ ruhig und die Angst der SOS-Mütter legte sich etwas", berichtet Abdelkerim Mahamat, der Leiter des SOS-Kinderdorfes in N'Djamena.
Die Mitarbeiter des SOS-Kinderdorfes wurden aufgefordert, nicht zur Arbeit zu kommen, bevor sich die Lage nicht stabilisiert hat. Viele Kinder haben derzeit Osterferien und die meisten befinden sich im SOS-Kinderdorf. Die Schulen werden ab 18. April wieder den Unterricht aufnehmen, bis jetzt sind Märkte, Geschäfte und Ämter geöffnet. Um die Sicherheit der Kinder, SOS-Kinderdorf-Mütter und der Mitarbeiter zu gewährleisten, wurden Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.
"Die Bewohner des SOS-Kinderdorfes müssen sich in den Familienhäusern aufhalten, keines der Kinder darf das Haus verlassen und die Mütter dürfen derzeit nicht zum Einkaufen auf den Markt. Wenn sie etwas benötigen, müssen sie das mir oder dem Fahrer mitteilen", so Abdelkerim Mahamat. Das SOS-Kinderdorf hat Lebensmittelvorräte für zwei Wochen angelegt, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein.

SOS-Mutter aus N'Djamena mit zwei ihrer kleinen Schützlinge - Foto: B. Neelemann
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Das SOS-Kinderdorf in der Hauptstadt des Tschad im Distrikt Diguel, rund 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt, ist erst seit 2005 in Betrieb. Es umfasst zwölf Familienhäuser, einen Kindergarten für 60 Kinder, eine Grundschule für 180 Schüler sowie ein sozialmedizinisches Zentrum für die Gemeindebewohner. Zurzeit laufen auch Vorbereitungen für ein Nothilfeprogramm zur psychologischen Betreuung von traumatisierten Kindern aus der sudanesischen Krisenprovinz Darfur, die im Osten des Tschad in riesigen Flüchtlingscamps untergebracht sind.