
Helmut Kutin und Pierre Pascal werden herzlich empfangen - Foto: N. Nabiré
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Es war ein strahlender Tag in Dafra, einem Vorort der Stadt Bobo-Dioulasso im Westen von Burkina Faso, als Präsident Helmut Kutin das SOS-Kinderdorf, den Kindergarten und die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule feierlich eröffnete. Hunderte Gäste wohnten dem Festakt teil, allen voran die Kinder, die in Dafra gemeinsam mit ihren SOS-Müttern leben. Sie waren die Stars der Veranstaltung mit ihren traditionellen Tänzen, mit Gedichten, die von der Verletzlichkeit von Kindern handelten, und Musikeinlagen mit Xylophon, Trommeln und Kastagnetten.
Ehrengast war unter anderem Pierre Pascal, Präsident von SOS-Kinderdorf Frankreich, Hauptfinanzier des SOS-Kinderdorfes in Dafra, der in seiner Rede betonte, dass der Bau "dank der Freundschaft zwischen den Menschen in Frankreich und Burkina Faso möglich wurde", und ankündigte, ein drittes SOS-Kinderdorf im Land durch französische Spenden finanzieren zu wollen.

Beeindruckende Musikperformance bei der Eröffnungsfeier - Foto: N. Nabiré
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Weitere Gäste waren der Minister für Bildung und Wissenschaft von Burkina Faso, der Botschafter Deutschlands sowie zahlreiche Vertreter von SOS-Kinderdorf und natürliche sämtliche SOS-Mitarbeiter(innen) von Dafra. Minister Joseph Paré sprach von 35.000 benachteiligten Kindern in Burkina Faso, 1.086 davon leben in Bobo-Dioulasso: "SOS-Kinderdorf spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen Kinderarmut und für eine glückliche Kindheit."
Nach der Eröffnung des SOS-Kinderdorfes, in dem zurzeit 105 Kinder leben, ging es weiter zur SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Grund- und Sekundarschule), die seit Oktober 2004 in Betrieb ist und in diesem Schuljahr von 745 Kindern besucht wird. Joseph Paré betonte, dass nicht nur die Eltern für ihre Kinder verantwortlich seien, sondern alle, die Kinder betreuen und begleiten. An die Lehrer adressiert, meinte er: "Das Umfeld, das sie hier für die Schüler schaffen, gehört zum Besten im Land."

Ein kleiner Bewohner des SOS-Kinderdorfes Dafra - Foto: H. Osswald
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"Die Kinder sind unsere Gegenwart, nicht unsere Zukunft. Sie brauchen uns nicht morgen, sondern heute, denn morgen wäre zu spät", so Helmut Kutin abschließend.
Kindergarten und Schule werden von Kindern aus armen Familien in der Nachbarschaft besucht. Familien, die keinen eigenen Wasseranschluss haben, können zudem seit 2005 im SOS-Kinderdorf sauberes Trinkwasser beziehen, außerdem erhalten sie bei Bedarf in der kleinen Dorfapotheke Medikamente. Für dieses Jahr ist der Start eines Familienförderprogramms für benachteiligte Familien aus Dafra geplant.