
Das SOS-Kinderdorf in Mogadischu in friedlicheren Zeiten - Foto: W. Huber
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Laut Wilhelm Huber, Regionalleiter von SOS-Kinderdorf für Ostafrika, hat sich die Lage in den vergangenen zwei Tagen dramatisch verschärft, die Sicherheit für Kinder und ihre SOS-Mutter war nicht mehr gewährleistet. "Entsprechend der somalischen Tradition, dass Kinder und Frauen aus Kampfzonen evakuiert werden, haben wir die SOS-Familien an sichere Orte gebracht", so Willhelm Huber.
"Die SOS-Mütter haben darauf bestanden, mit ihren Kindern zusammenzubleiben. Sie haben gemeinsam in Häusern von Verwandten und Freunden außerhalb der umkämpften Stadtviertel Unterschlupf gefunden. Die Jugendlichen konnten mit ihren Betreuern ebenfalls in sichere Unterkünfte gebracht werden", berichtet Huber. Alle stehen mit der Dorfleitung, die am SOS-Gelände geblieben ist, in regelmäßigem Kontakt, auch das Regionalbüro telefoniert stündlich mit den Mitarbeitern vor Ort.

Die SOS-Klinik gehört zu einer der wichtigsten medizinischen Einrichtungen der Stadt - Foto: H. Atkins
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Die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule und der SOS-Kindergarten sind wegen dreiwöchiger Ferien derzeit geschlossen, niemand hält sich dort im Moment auf. Ganz anders die Situation in der SOS-Klinik, in die am Wochenende verwundete und sterbende Menschen gebracht wurden. Das gesamte medizinische SOS-Personal hatte allerdings bereits vorher die Klinik verlassen müssen, weil niemand für ihre Sicherheit garantieren konnte. Die Mutter-Kind-Klinik und die Kinderstation sind laut Augenzeugen voll von Kriegsverletzten, die vermutlich von Leuten der Islamischen Gerichte versorgt werden.
"Wir hoffen, dass sich die Situation bald entspannt und die Familien in ihr Zuhause zurückkehren können", sagt Wilhelm Huber. "Wer weiß, ob nicht jene Familien, die unseren Familien in dieser schwierigen Situation Zuflucht geben, uns eines Tages brauchen, sollten sich die Kämpfe verlagern", so Wilhelm Huber über die besondere Hilfsbereitschaft der Menschen im krisengeschüttelten Mogadischu. "Der Mut der Kinder, Jugendlichen, SOS-Mütter und Mitarbeiter ist beeindruckend."