
Zu Hause im SOS-Kinderdorf in Conakry - Foto: W. Zoller
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David Asfaw vom SOS-Kinderdorf-Büro in der Hauptstadt Conakry berichtet, dass sich die Situation von Tag zu Tag verschlechtert. Mittlerweile hätten die Gewerkschaftsproteste gegen Präsident Conte alle Landesteile erreicht, eine Großdemonstration zum Präsidentenpalast könnte in den nächsten Tagen stattfinden. David Asfaw berichtet von Schüssen und täglichen Übergriffen auf Demonstranten.
Sämtliche Schulen in der Hauptstadt sind auf Anordnung des Bildungsministeriums geschlossen, viele Straßenzüge sind gesperrt. Seit Tagen können die Mitarbeiter des Büros von SOS-Kinderdorf in Conakry auf Grund der prekären Sicherheitslage nicht zur Arbeit kommen. David Asfaw ist der einzige, der im Büro erreichbar ist, da er im selben Gebäude wohnt.
Mit den SOS-Kinderdorf-Einrichtungen an den drei Standorten in Conakry, Kankan und N'Zérékoré steht man in regelmäßigem Telefonkontakt. Kinder, SOS-Mütter und Mitarbeiter sind wohlauf, sollen aber wenn möglich nicht das sichere SOS-Kinderdorf-Gelände verlassen.