SOS-Kinderdorf-Präsident Helmut Kutin wird gemeinsam mit Staatspräsident Yoweri Museveni das dritte SOS-Kinderdorf in Uganda - nach Kakiri und Entebbe - feierlich eröffnen.
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| Zuhause im SOS-Kinderdorf in Gulu - Foto: H. Atkins |
Die Geschichte des Dorfes in Gulu im Norden des Landes begann ursprünglich mit einem Nothilfeprogramm. Gulu erlangte traurige Berühmtheit, weil über Jahre tausende Kinder tagtäglich aus dem Umland in der Dämmerung in die Stadt pilgerten, um den gefürchteten nächtlichen Übergriffen der Lord's Resistance Army (LRA) zu entgehen, die die Zivilbevölkerung in ihrem Kampf gegen die Regierung tyrannisierte. Bei ihren verbrecherischen Feldzügen hatten es die Rebellen auch auf Kinder abgesehen, die sie als Kämpfer, Sexsklaven und "Ehefrauen" missbrauchten. Für Kinder und Jugendliche, die den Fängen der LRA entrinnen konnten bzw. die in Gefangenschaft geboren und ausgesetzt worden waren, errichtete SOS-Kinderdorf im Jahr 2002 ein Notcamp, das mit der Zeit in ein fixes SOS-Kinderdorf übergeführt werden konnte. In den vergangenen zwei Jahren hat nach dem jahrzehntelangen Krieg eine deutliche Entspannung eingesetzt, und die Kinder müssen nicht mehr ihren täglichen Marsch in die Stadt antreten. Auch die Bauarbeiten am SOS-Kinderdorf sind nun beendet, ein Sozial- und ein Medizinzentrum sind ebenfalls in Betrieb und stark frequentiert.
Die feierliche Einweihung in Gulu hat angesichts der relativen Befriedung und der tiefen Friedenshoffnung der Menschen im Norden Ugandas mehr als nur Symbolcharakter.
Am 19. Mai wird Präsident Kutin zudem die Grundsteinlegung für ein weiteres ugandisches SOS-Kinderdorf in Fort Portal im Westen vornehmen.