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| Dieses kleine Mädchen hat sichtlich Spaß an der Eröffnungsfeier - Foto: J. Telling |
Das "Fußballdorf", wie man es in Norwegen stolz nennt, öffnete am 7. Oktober 2008 mit einem großen Festakt seine Pforten, bei dem das Dorf mit seinen 37 Kindern und 18 SOS-Kinderdorf-Müttern einem Ameisenhaufen glich. Zur Unterhaltung der Gäste waren die Hermann-Gmeiner-Majorettes angetreten, unterstützt wurden sie dabei von der Air Force Brass Band sowie Kindern aus dem SOS-Kindergarten, die die Zuseher voller Begeisterung mit ihren Gedichten und Tänzen unterhielten! Über 300 Gäste wohnten der Veranstaltung bei.
Unter diesen befanden sich Rupiah Banda, der amtierende Präsident der Republik Sambia, Helmut Kutin, Präsident von SOS-Kinderdorf International, der in Begleitung von Dr. Wilfred Vyslozil, dem Leiter des Hermann-Gmeiner-Fond Deutschland, erschienen war, Tore Gjos, der norwegische Botschafter in Sambia, Daniel Munkombwe, Minister der Südprovinz, der 'Chief Mukuni' des Toka-Leya Volkes sowie Grace Shafique, der Bürgermeister der Stadt Livingstone. Ebenfall vor Ort waren Mitglieder des Rotary Club International und des Rotary-Klubs Livingstone, die auf lokaler Ebene Mittelbeschaffung betrieben hatten.
Seine Exzellenz, der amtierende Präsident, der SOS-Kinderdorf bereits bei seiner Amtsübernahme hatte eine enge Zusammenarbeit versprochen hatte, dankte Helmut Kutin für die Unterstützung, die SOS-Kinderdörfer gefährdeten Kindern in Sambia und in der ganzen Welt zukommen lässt.
Helmut Kutin hielt eine bewegende Rede, in der er all jenen dankte, die zum Entstehen des SOS-Kinderdorfes Livingstone beigetragen hatten und in der er die Anwesenden daran erinnerte, dass Geld zwar wichtig, aber ohne Liebe wertlos sei. Außerdem ermutigte er die Leitung sowie die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von SOS Sambia, ihre gute Arbeit fortzusetzen und sich auch weiterhin für gefährdete Kinder einzusetzen.
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| Das "Fußball-Dorf" wird diesem Kind eine bessere Zukunft ermöglichen - Foto: J. Telling |
Ebenfalls Zeugen dieses bedeutsamen Ereignisses waren vierzig Gäste aus Norwegen. Der norwegische Fußballverband hatte in Zusammenarbeit mit SOS Norwegen eine entscheidende Rolle bei der Mittelbeschaffung für das SOS-Kinderdorf Livingstone gespielt. Die norwegische SOS-Kinderdorf-Delegation wurde angeführt von Generalsekretär Svein Gronnern, der meinte, er sei stolz, Teil dieses sambischen Traums zu sein, dem nationalen Direktor und seinem Team Anerkennung für die herausragende Arbeit aussprach und versicherte, alles in seiner Macht stehende tun zu wollen, um noch mehr Mittel zu beschaffen und so ein fünftes SOS-Kinderdorf in Sambia verwirklichen zu können. Der Präsident des norwegischen Fußballverbandes, Sondre Kafjord, brachte seine Freude zum Ausdruck, dass mehrere Vertreter norwegischer Nachwuchsvereine an dieses besonderen Tag teilhaben konnten und sich so selbst ein Bild von dem Erfolg ihrer Fundraising-Bemühungen machen konnten. "Fußball ist ein universeller Sport, der überall gerne gespielt wird, und der einen wichtigen Beitrag zum Wohlergehen der Kinder liefert", erklärte er. Zudem stellte er 1.000 Fußbälle für die SOS-Kinderdörfer in Sambia zur Verfügung.
Die SOS-Kinderdorf-Mütter im Dorf waren glücklich, dass das Dorf endlich eröffnet werden konnte. Sie stimmten Lieder an und machten sich so gegenseitig Mut für die kommenden Aufgaben. Esther Balengo, einer der Mütter im SOS-Kinderdorf Livingstone, meinte stellvertretend für alle Mütter, dass sie glücklich wäre, ihre Arbeit aufnehmen zu können und dass sie bereit wäre, ihr Bestes für SOS-Kinderdorf Sambia und die Kinder zu leisten. Im Anschluss an die Veranstaltung nahmen sich die Besucher aus Norwegen Zeit, die von ihnen finanzierten Familienhäuser zu besichtigen. Auf jedem Haus wurde eine kleine Tafel mit dem Hinweis auch die verschiedenen Gönner angebracht, die den Bau des jeweiligen Hauses ermöglicht hatten. Sämtliche Spender machten Fotos mir 'ihren' SOS-Kinderdorf-Familien, plauderten mit den Müttern und Kindern, wodurch bisweilen auch spontane Freundschaften geschlossen wurden.
Noch ist viel zu tun im jüngsten SOS-Kinderdorf Sambias, doch mit der Begeisterung und dem Eifer, die alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an den Tag legten, werden die Ziele bald verwirklicht sein.