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| Jedes Familienhaus in Bergen hat Platz für drei bis fünf Kinder - Foto: Bjørn-Owe Holmberg |
Das SOS-Kinderdorf an der Westküste von Norwegen ist bereits seit Mitte Mai 2008 in Betrieb, zurzeit leben dort aber erst zwei Geschwisterpaare und ein Kind mit besonderen Bedürfnissen, wobei nicht nur SOS-Mütter die Kinder betreuen, sondern auch zwei Paare als SOS-Eltern arbeiten. Bei voller Auslastung können maximal 40 Kinder aufgenommen werden.
In Norwegen war es bisher unüblich, dass private Organisationen in der außerfamiliären Betreuung aktiv sind. In erster Linie sind es öffentliche Einrichtungen und Pflegefamilien, die Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen bzw. ohne Eltern aufnehmen. Traditionell wird Pflegeelternschaft bevorzugt, wobei es zu wenige Plätze gibt und Geschwister häufig auf Grund mangelnder Ressourcen in Pflegefamilien getrennt werden. Hier erhofft sich SOS-Kinderdorf Norwegen, dass das Angebot einer alternativen Betreuungsform innerhalb von SOS-Familien von den Behörden vermehrt angenommen wird - laut Synne Rønning von SOS-Kinderdorf gibt es genug Kinder, die auf einen derartigen Betreuungsplatz warten würden.
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| Auch in Norwegen besteht Bedarf an einem SOS-Kinderdorf - Foto: SOS-Archiv |
SOS-Kinderdorf ist in Norwegen aber nicht erst seit dem Bau des Projekts in Bergen tätig. Schon seit 1964 ist ein Förderverein höchst erfolgreich in der Mittelbeschaffung aktiv, dank dessen Engagement eine Vielzahl von Einrichtungen in der ganzen Welt realisiert werden konnte. Besonders die in der Gesellschaft tief verankerte Tradition sozialer Solidarität, die sich in Norwegen vor allem auch in Form von Freiwilligenarbeit und einer hohen Spendenbereitschaft manifestiert, machte in den vergangenen Jahrzehnten SOS-Kinderdorf zu einer angesehenen NGO in Norwegen.