
Foto: J. Effner
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Am 9. Mai beginnt die Eröffnungsreihe mit der neuen Jugendeinrichtung in der sambischen Hauptstadt Lusaka, in die Kinder aus dem SOS-Kinderdorf zur individuellen Weiterbetreuung und Vorbereitung auf ein Leben in Selbständigkeit ab einem gewissen Alter überwechseln, sowie der SOS-Sekundarschule am selben Standort.
Die neue Schule ist seit Anfang 2005 in Betrieb und stellt eine wichtige Bildungseinrichtung im Einzugsbereich des SOS-Kinderdorfes dar, wo weiterführende Bildung nach der Grundstufe nur mangelhaft zugänglich und für ärmere Bevölkerungsschichten kaum erschwinglich ist. Kinder aus dem Kinderdorf sowie aus Familien, die im Rahmen der Nachbarschaftshilfsprogramme des SOS-Sozialzentrums unterstützt werden, und andere Kinder aus einkommensschwachen Familien können die Schule besuchen und ein breit gefächertes Bildungsangebot in Anspruch nehmen.
Der Schwerpunkt liegt bei praktischen und berufsbildenden Fächern, um Jugendlichen ab 14 Jahren Qualifikationen und Fertigkeiten zu vermitteln, die auf dem Arbeitsmarkt in Sambia realistische Zukunftschancen eröffnen. Dazu gehören Computerkurse, Hauswirtschaftslehre, Metall- und Holzverarbeitung, Landwirtschaft und Schneidern, ergänzt durch allgemeinbildende akademische Unterrichtsfächer.

Die ersten Bewohner des SOS-Kinderdorfes in Kitwe kamen im März 2004 - Foto: SOS-Archiv
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In Kitwe, der Hauptstadt der "Copperbelt" (Kupfergürtel) Region im Norden des Landes, wird der 10. Mai ein denkwürdiger Tag werden, wenn Präsident Kutin alle Einrichtungen an diesem Standort offiziell eröffnen wird. Besiedelt ist das SOS-Kinderdorf fünf Kilometer außerhalb der 1,2 Millionen Einwohner zählenden Stadt seit März 2004, zum Dorf gehören ein Kindergarten, eine Grundschule, ein Sozial- und ein medizinisches Zentrum.
Die Region Copperbelt erlebte nach dem Verfall der Kupferpreise einen wirtschaftlichen Niedergang, der zur sukzessiven Verarmung der Bevölkerung und somit Verelendung der Lebensverhältnisse für zahlreiche Kinder führte.
Neben dem SOS-Kinderdorf, das in 15 Familienhäusern verwaiste Kinder betreut, decken der Kindergarten und die Schule den Bedarf nach Bildungseinrichtungen in der umliegenden Nachbarschaft ab, im Kindergarten konzentriert man sich vor allem auf traumatisierte Kinder und Kinder mit besonderen Lernschwierigkeiten.
Das SOS-Sozialzentrum und das medizinische Zentrum setzen sich schwerpunktmäßig für Familien ein, die von AIDS betroffen sind und unter den sozialen und wirtschaftlichen Benachteiligungen als Folge der Immunschwächekrankheit leiden. Es werden Beratung, psychologische Hilfestellung und medizinische Betreuung angeboten, Freiwilligendienste für Hausbesuche organisiert und Aufklärungs- bzw. Präventionsprogramme durchgeführt.