
Erste Absolvent(inn)en des Schneiderlehrgangs - Foto: SOS-Archiv
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Am Standort des seit 1994 bewohnten SOS-Kinderdorfes in Lilongwe nahm im Mai vergangenen Jahres ein SOS-Berufsbildungszentrum seinen Betrieb auf. Für Jugendliche aus der umliegenden Gemeinde und aus der SOS-Jugendeinrichtung konnten 140 Ausbildungsplätze geschaffen werden, die den eklatanten Mangel an Berufsbildungsprogrammen in diesem Bezirk ausgleichen helfen.
Neben den Jugendlichen aus der SOS-Jugendeinrichtungen kommt das Zentrum vor allem jenen Jugendlichen aus der lokalen Gemeinde zugute, die das Malawi Secondary Certificate of Education (MSCE), das die meisten im Alter von 16 Jahren absolvieren, nicht erlangen konnten. Für sie gab es bisher keine Möglichkeit, in ihrem Bezirk eine Ausbildung zu machen.
Ausbildungskurse werden angeboten in Land- und Hauswirtschaft, Informationstechnologie, Metallverarbeitung, Schneidern, Unternehmensführung, Zimmern, Tischlern und Maurern. Außerdem werden Schnellkurse und Workshops abgehalten, wo es für 24 Absolvent(inn)en die Möglichkeit gibt, für die Dauer der Ausbildung vor Ort zu wohnen.

Computerkurs am SOS-Berufsbildungszentrum Lilongwe - Foto: SOS-Archiv
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Das SOS-Berufsbildungszentrum, das nun durch Präsident Helmut Kutin am 6. Mai offiziell eingeweiht wird, bereichert das soziale Angebot rund um das SOS-Kinderdorf, zu dem außerdem ein Kindergarten, eine Primar- und Sekundarschule, ein Sozialzentrum mit Schwerpunkt Beratung, Betreuung und Begleitung von AIDS-betroffenen Familien sowie ein sehr stark frequentiertes SOS-medizinisches Zentrum gehören.
Weiters wurde im Dezember 2004 ein Nothilfeprogramm für die Dauer von fünf Monaten gestartet. Begünstigte sind Familien, in denen Großeltern oder Kinder den Haushalt führen, die unterernährte Kinder oder chronisch kranke Angehörige betreuen, und Familien mit allein erziehenden Müttern oder solche, die Waisenkinder aufgenommen haben. So werden (bis Ende April) derzeit 2.170 Familien mit Grundnahrungsmitteln und Medikamenten versorgt.

Ein zukünftiger Schüler der Schule in Mzuzu? - Foto: A. Gabriel
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Am 7. Mai erfolgt die offizielle Eröffnung einer neuen Primarschule in Mzuzu, wo seit 2002 das zweite SOS-Kinderdorf in der drittgrößten Stadt von Malawi in Betrieb ist. Zielgruppe sind Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren, die eine qualitativ gute Grundschulausbildung in einem kindgerechten Umfeld erhalten sollen. Die Kapazität der Schule, die seit Beginn 2005 fertig ist, ist auf 320 Schüler(innen) in acht Klassenstufen ausgelegt, die einerseits aus dem SOS-Kinderdorf selbst, aber vor allem aus einkommensschwachen Nachbarsfamilien kommen.
Der Bau dieser Schule wurde notwendig, da eine staatliche Grundschule 3 km vom Kinderdorf entfernt mit 100-150 Kindern pro Klasse hoffnungslos überfüllt und somit auch die Unterrichtsqualität stark beeinträchtigt ist.