
Ansicht des SOS-Kinderdorfes Nhlangano - Foto: SOS-Archiv
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Im August 2001 konnte das im südlichen Teil des Landes, zehn Kilometer von der Grenze zu Südafrika entfernt gelegene SOS-Kinderdorf in Nhlangano die ersten Kinder aufnehmen. Mittlerweile ist es mit rund hundert Kindern voll besiedelt und verfügt außerdem über einen Kindergarten und eine kleine Klinik. Bereits im Jahr 1987 begann SOS-Kinderdorf in dem kleinen Königreich Swasiland sein Engagement mit dem Bau des SOS-Kinderdorfes in Mbabane.

Frau aus der Nachbarschaft, deren Familie mit den notwendigsten Lebensmitteln versorgt wird - Foto: E. Winkler
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Die unverhältnismäßig hohe Zahl an Waisenkindern und das Fehlen entsprechender Betreuungseinrichtungen führten Ende der Neunzigerjahre zur Entscheidung, ein weiteres SOS-Kinderdorf zu errichten. König Mswati III., Vertreter von Gemeinde und Land sowie hochrangige SOS-Kinderdorf-Repräsentaten werden an der Eröffnungszeremonie teilnehmen.
Auf Grund der bedrohlich schlechten Ernährungslage weiter Bevölkerungskreise hat das SOS-Kinderdorf in Nhlangano ein Noternährungsprogramm auf die Beine gestellt, um Familien mit Grundnahrungsmitteln und Saatgut zu versorgen und ihnen bei der Anpflanzung zu helfen.

Foto: E. Winkler
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Neben der zur Zeit drohenden Hungersnot führt die Bevölkerung von Swasiland noch einen anderen Existenzkampf: Wie viele andere Länder des südlichen Afrika ist sie tagtäglich mit den schwerwiegenden Folgen von HIV/AIDS konfrontiert, die in ihrem Ausmaß für das Land kaum mehr zu bewältigen sind und die Ernährungssituation mit beeinflussen. Die Versorgung der vielen Aidswaisen ist dabei eines der brennendsten Probleme, dem SOS-Kinderdorf neben der Schaffung einer langfristigen Betreuungseinrichtung wie einem Dorf auch mit ausgedehnten Sozialprogrammen entgegenzuwirken versucht.
In Kooperation mit der Heilsarmee entwickelte das SOS-Sozialzentrum in Mbabane ein Familienbetreuungsmodell, das HIV/AIDS betroffenen Familien unter die Arme greift. Rund 60 Familien, für deren Unterhalt entweder Großeltern oder Kinder sorgen müssen, erhalten monatlich Lebensmittel, Kleidung und Schulgeld, medizinische und psychosoziale Hilfe, werden bei der Schaffung von Einkommensmöglichkeiten begleitet und erhalten generelle Unterstützung bei der Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse. Mit fünfzehn freiwilligen Familienhelfern koordiniert eine Krankenschwester dieses Familienbetreuungsprogramm, das insgesamt 300 Kinder erfasst, deren Eltern und Verwandte der AIDS-Epidemie zum Opfer gefallen sind, und die nun massiv armutsgefährdet sind.