
Foto: A. Gabriel
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Begonnen haben die Aktivitäten von SOS-Kinderdorf in Carahue bereits im Jahr 2000, als Zentral- und Südchile von schweren Unwettern heimgesucht worden waren. SOS-Kinderdorf startete damals für 200 Familien in der Kleinstadt rund 50 km südwestlich von Temuco eine Hilfsaktion, indem Mittel für den Kauf von Wellblechdächern zur Verfügung gestellt wurden.
Die Mehrzahl der 25.000 Einwohner von Carahue lebt in ländlich geprägten Vierteln, rund 10.000 leben in der Stadt selbst. Die gesamte Region La Araucanía zählt zu den ärmsten Gebieten des Landes, ca. 27 % der Bevölkerung leben in extremer Armut.
Das SOS-Sozialzentrum soll nun ebenfalls die Lebensbedingungen von Familien verbessern helfen. Einerseits werden die Eltern durch Kinderbetreuung entlastet und die Kinder und Jugendlichen von pädagogischen Fachkräften ganztags in verschiedenste Aktivitäten eingebunden, andererseits werden für Mütter gezielte Weiterbildungsmaßnahmen angeboten. Das SOS-Sozialzentrum verfügt über zwei Babysäle und vier Klassenräume für die unterschiedlichen Altersstufen. Insgesamt 140 Kinder im Alter zwischen null und 15 Jahren können aufgenommen werden.
Für bis zu 120 Mütter gibt es Erwachsenenbildungsprogramme in einem eigenen Lehrsaal. Zusätzlich ist im Zentrum eine Gesundheitsstation untergebracht, in der pädiatrische Untersuchungen sowie zahnärztliche Behandlungen durchgeführt und in einer kleinen Apotheke Medikamente ausgegeben werden.