Aids geht uns alle an. Während des vergangenen Jahrzehnts wurde die Immunschwächekrankheit auch für SOS-Kinderdorf zu einer besonderen Herausforderung, vor allem in Afrika.
Die Zahl der Aidswaisen nimmt mit erschreckender Geschwindigkeit zu. Aids wirkt sich auf die Entwicklung von Gesellschaften dramatisch aus: ganze Generationen sterben, Familienstrukturen werden zerstört. SOS-Kinderdorf versucht diesen Entwicklungen entgegenzusteuern, indem es für Waisen und verlassene Kinder sorgt, in seinen medizinischen Einrichtungen und Sozialzentren Informationskampagnen zur HIV/Aids-Prävention durchführt und HIV-infizierte Menschen medizinisch betreut. Zahlreiche Programme werden gemeinsam mit lokalen NGOs, mit Ministerien und UN-Behörden organisiert.
Länder des südlichen Afrika sind besonders schwer betroffen, z. B. Malawi, Botswana, Swasiland, Angola, Lesotho, Simbabwe, Südafrika u.a. SOS-Kinderdorf kämpft dort für Prävention, gegen Isolation und Stigmatisierung, gegen die verheerenden Auswirkungen der sich epidemisch verbreitenden Krankheit speziell auf Kinder und Jugendliche und für eine Verbesserung der Gemeindearbeit und eine Verstärkung des Freiwilligeneinsatzes.