Kann ich für SOS-Kinderdorf arbeiten?Kann ich in einem SOS-Kinderdorf freiwillig mithelfen?Nach welchen Kriterien werden SOS-Kinderdorf-Mütter ausgewählt?Welche Ausbildung erhalten SOS-Kinderdorf-Mütter?Wie leben und arbeiten SOS-Kinderdorf-Mütter?Warum gibt es kaum SOS-Kinderdorf-Väter oder Ehepaare?
Kann ich für SOS-Kinderdorf arbeiten?
Ziel unserer Organisation ist es, kulturell und gesellschaftlich für die bestmögliche Integration der Kinder und Jugendlichen, die in unseren Einrichtungen leben, zu sorgen. Wir sind der Meinung, dass dies am ehesten durch die Anstellung lokaler Mitarbeiter erreicht werden kann. Daher sind wir stets bestrebt, ortsansässige Mitarbeiter in allen Funktionen und auf allen Ebenen zu beschäftigen.
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Kann ich in einem SOS-Kinderdorf freiwillig mithelfen?
SOS-Kinderdorf International hat kein eigenes Volontärprogramm eingerichtet. Praktikanteneinsätze sind nur im eigenen Land möglich.
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Nach welchen Kriterien werden SOS-Kinderdorf-Mütter ausgewählt?
Im Allgemeinen gelten folgende Kriterien:
• Alter: zwischen 25 und 40 Jahren
• Ausbildung: wenn möglich, neun Jahre Pflichtschulausbildung; in jenen Ländern, in denen dieses Ausbildungsniveau normalerweise von Frauen nicht erreicht wird, muss SOS-Kinderdorf sicherstellen, dass künftige SOS-Kinderdorf-Mütter während ihrer Spezialausbildung auch Allgemeinbildung (Lesen und Schreiben) erhalten.
• Familienstand: ledig, verwitwet, getrennt oder geschieden (in manchen Regionen nur Frauen ohne eigene Kinder)
• Gesundheitszustand: gute physische und psychische Verfassung
• Eignung für diese Art der Tätigkeit und Leben
Bereitschaft, mit schwierigen Kindern in liebevoller und unterstützender Weise umzugehen, Verantwortung zu übernehmen und praktisch rund um die Uhr für sie da zu sein.
Welche Ausbildung erhalten SOS-Kinderdorf-Mütter?
Jeder SOS-Kinderdorfverein ist verpflichtet, künftige SOS-Kinderdorf-Mütter zur Vorbereitung auf ihre Tätigkeit sowohl theoretisch als auch praktisch auszubilden. Die theoretische Ausbildung soll mindestens drei Monate dauern, gefolgt von Auffrischungs- bzw. Vertiefungskursen (mindestens alle zwei Jahre). In europäischen Ländern dauert die theoretische Ausbildung üblicherweise ein Jahr. Die mehrmonatige, praktische Ausbildung findet anschließend im SOS-Kinderdorf statt.
Wie leben und arbeiten SOS-Kinderdorf-Mütter?
Der Beruf der SOS-Mutter
Warum gibt es kaum SOS-Kinderdorf-Väter oder Ehepaare?
Seit der Entstehung der ersten SOS-Kinderdörfer haben wir mit SOS-Kinderdorf-Müttern gute Erfahrung gemacht. Diese Frauen waren bereit, Kinder und Jugendliche als einen Bestandteil ihres Lebens anzunehmen und für die ihnen anvertrauten Kinder über einen beträchtlichen Zeitraum hinweg die wichtigste Bezugsperson zu sein. Die meisten Stellenbewerber sind nach wie vor Frauen.
Es steht außer Zweifel, dass Ehepaare eine perfekte Alternative zu alleinerziehenden Müttern sein können, insbesondere im Hinblick auf die Betreuung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen über einen längeren Zeitraum. Die große Anzahl von Pflegefamilien sind ein Beweis dafür. In einigen europäischen Ländern haben in den letzten Jahren einige verheiratete Paare Verantwortung für SOS-Kinderdorf-Familien übernommen. Neuerdings sind sogar einige Männer in diese Rolle geschlüpft.
Äußert eine SOS-Kinderdorf-Mutter den Wunsch zu heiraten, versuchen wir immer eine geeignete Lösung zu finden, um ihr eine Fortsetzung der beruflichen Tätigkeit als SOS-Kinderdorfmutter zu ermöglichen. Dies kann auch bedeuten, dass die betroffene SOS-Kinderdorf-Mutter zusammen mit ihrem Mann als Ehepaar die SOS-Kinderdorf-Kinder im SOS-Kinderdorf weiter betreut.